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Nes (Eysturoy)

Nes (Eysturoy)

Nes [] (dänischer Name: Næs) ist ein Ort der Färöer im Süden von Eysturoy. Auf der Insel Suðuroy gibt es einen weiteren färöischen Ort mit diesem Namen. Siehe: Nes (Vágur)
- Einwohner: 223 (Stand: 31. Dezember 2002)
- Postleitzahl: FO-655
- Kommune: Nes kommuna Die Kommune Nes hatte 2002 genau 1.195 Einwohner. Zu ihr gehören die Nachbarorte Saltnes und Toftir, wobei Toftir der größte Ort der Kommune ist. Der Ort Nes liegt im Süden der Ostinsel Eysturoy an deren Westküste am langen Fjord Skálafjørður. Durch die strategisch wichtige Lage am Eingang des Fjordes stationierten die Briten während ihrer Besetzung der Färöer im Zweiten Weltkrieg hier zwei schwere Kanonen zum Schutz des wichtigen Erdöldepots gegen deutsche Kriegsschiffe. Eine der beiden Kanonen ist noch erhalten. Zum Schutz gegen U-Boote wurde die Einfahrt des Fjordes mit einem Stahlnetz gesichert, das unter Wasser zum anderen Ufer gespannt wurde.

Kirche

Färöer im Zweiten Weltkrieg Es läst sich nicht mit Sicherheit sagen, wie viele Kirchen es in Nes einmal gegeben hat und wann die erste Kirche erbaut wurde. Die erste Kirche, die in Schriftstücken erwähnt wird, wurde zwischen 1679 und 1691 erbaut, als Jacob Christensøn Klinte Pfarrer in Eysturoy war. Diese Kirche war jedoch kaum die erste in Nes. Schriftliche Belege, daß seit 1541 Pfarrer in Nes wohnten, lassen darauf schließen, dass hier auch eine Kirche lag. In der ersten Eintragung ins Rechnungsbuch vom 4. März 1691 heißt es wie folgt: Ich ließ die Kirche bauen .... Dies könnte vielleicht einen Hinweis auf das Errichtungsdatum geben. Den Abschlüssen ist zu entnehmen, dass sieben Jahre vergingen, bis die Kirche ihren Turm erhielt, weil vermutlich die Mittel für die Errichtung des Turms fehlten. Die mit dem Turmbau verbundenen Kosten betrugen etwa ein Drittel der Gesamtbaukosten. Der verhältnismäßig hohe Preis für den Turm war darauf zurückzuführen, daß er ausschließlich aus Holz bestand, während mehrere der Außenwände aus Stein bestanden, der sich einfacher und billiger besorgen ließ. Diese Kirche stand bis 1761. Im Jahr darauf wurde eine neue Kirche errichtet. Als Baustoff war diesmal Holz vorgesehen. Diese Kirche könnte die erste Holzkirche außerhalb von Tórshavn sein, wo 1609 eine Holzkirche erbaut wurde (siehe Tórshavner Domkirche). Beim Abriss der Kirche im Jahre 1843 wurden alle brauchbaren Baustoffe per Boot nach Saltnes befördert, wo eine neue Schule entstand. Die jetzige Kirche in Nes wurde 1843 an der gleichen Stelle wie die früheren Kirchen erbaut. Sie wurde gebaut, als Christian Benedictus Garde Pfarrer in Eusturoy und Probst auf den Färöern war. Es ist eine der typischen färöischen Holzkirchen die heute noch erhalten sind. Heute ist sie viel zu klein geworden, sodass sie nicht mehr als Gemeindekirche für Nes-Toftir ist. Seit 1994 übernimmt die hochmoderne Fríðrikskirkjan in Toftir diese Aufgabe. Sie ist nach dem Probst und Politiker Fríðrikur Petersen benannt, der in Nes seine Heimat hatte. Die alte Kirchengemeinde Nes war nämlich mehrere Jahre Probstsitz auf den Färöern. Mehr als die Hälfte der Zeit, in der die färöische Probstei bestand, wohnte der Probst in Nes. Im Falle von Petersen war das zugleich dessen Geburtsgemeinde, denn er stammt aus dem Nachbarort Saltnes.

Weblinks


- [http://www.faroeislands.dk/pages/NeseysturoyIndex.htm Faroeislands.dk: Nes] (auf Englisch, Info und Fotos)
- [http://www.stamps.fo/default.asp?catalog%5Fname=Frim%E6rker&category%5Fname=Kirker&product%5Fid=337 Stamps.fo - Die Friedrichskirche] (Public Domain und Grundlage für den Teil zur Kirchengeschichte) Kategorie:Ort auf den Färöern Kategorie:Eysturoy

Dänische Sprache

Die dänische Sprache, kurz Dänisch (dänisch dansk [sprog]), gehört zu den germanischen Sprachen und dort zur Gruppe der skandinavischen Sprachen. Sie ist die Amtssprache in Dänemark und zweite Amtssprache in Grönland (neben Grönländisch) und auf den Färöern (neben Färöisch, meist in der Varietät Gøtudanskt) und Verkehrssprache in Island (als ehemalige Kolonialsprache). Weiterhin ist sie als Minderheitensprache in Schleswig-Holstein (dän. Slesvig-Holsten) durch dessen Landesverfassung besonders geschützt. Das Dänisch im ehemaligen Dänisch-Westindien ist im 20. Jahrhundert verschwunden. In Dänemark wird das Dänische von ca. 5 Millionen Muttersprachlern gesprochen. Weitere ca. 330.000 Muttersprachler verteilen sich vor allem auf Deutschland (das bis 1864 dänische Südschleswig (dän. Sydslesvig), Zentrum ist hier Flensburg (dän. Flensborg) mit ca. 20.000 Sprechern), Grönland und die Färöer (beide politisch zu Dänemark gehörend), aber auch auf Kanada, Norwegen, Schweden und die USA. Obwohl es vom Wortschatz her stark vom Plattdeutschen beeinflusst ist, ist die Sprachgrenze zu (nieder-)deutschen Dialekten keine fließende, sondern eine „harte“. Diese verlief historisch an der Eider. Der Language Code ist da bzw. dan (nach ISO 639).

Interskandinavisch und Dialekte

Die Bokmål-Variante des Norwegischen ist linguistisch gesehen auch ein dänischer Dialekt. Kulturhistorisch wird es aber als eigene Sprache gezählt und auch von seinen Sprechern deutlich so empfunden. Zusammen mit Schwedisch bilden Dänisch und Norwegisch die virtuelle „interskandinavische Sprache“, was nichts anderes bedeutet, als dass es diese Sprache nirgends in Schriftform gibt, und alle drei linguistisch gesehen Dialekte, also gegenseitig verständlich, sind, wobei aber Schwedisch kein Dialekt des Dänischen ist, sondern beide Dialekte des „Interskandinavischen“ (Kontinentalskandinavisch im Gegensatz zum Inselskandinavisch auf den Färöern und in Island). Ein Beispiel hierfür ist, dass man auf den Färöern von Muttersprachlern durchaus gefragt wird, ob man Skandinavisch (nicht Dänisch) spräche. In dem Fall würden sie dann aber Dänisch sprechen. Dänisch selber zerfällt in diverse zum Teil gegenseitig nur schwer verständliche Dialekte. Gelehrte Standardsprache ist das so genannte Radio Københavnsk (wörtlich: Radio Kopenhagisch, also durch Radio und Fernsehen im ganzen Land verständlich), welches sich zum Beispiel deutlich von den in Jütland (und dort besonders im Süden) gesprochenen Dialekten unterscheidet. Die Bedeutung von Dialekten nahm jedoch in den letzten Jahrzehnten sehr ab, der Grund ist die Verbreitung der Standardsprache, welche die Dialekte verdrängt. „Verwandt“ mit dem Dänischen ist das Petuh in Flensburg. Es beruht teilweise auf dänischer Grammatik (Satzbau), einer Reihe Danismen, ist aber vom Wortschatz her dem Plattdeutschen sehr ähnlich, so dass es dort eingeordnet und auch als Petuh-Tanten-Deutsch bekannt ist. Es stammt aus dem 19. Jahrhundert und kann vielleicht als der Versuch von Dänen verstanden werden, Deutsch zu sprechen. Vergleiche hierzu auch: Missingsch Weiter gab es bis ins 20. Jahrhundert das Kreoldänische in Dänisch-Westindien, das aber mit seinem letzten Sprecher ausgestorben und auch nicht schriftlich überliefert ist.

Danistik und Dänischunterricht

Danistik ist die dänische Philologie. Sie gehört zur Skandinavistik und wird zum Beispiel an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel gelehrt. In Südschleswig gibt es eine Reihe dänischer Schulen, die in erster Linie für die dänische Minderheit gedacht sind, aber auch von Kindern deutscher Muttersprachler besucht werden können, wenn sich die Eltern ebenfalls Dänisch aneignen (Elternabende finden in der Regel auf Dänisch statt). Bekannteste und traditionsreichste dänische Schule in Deutschland ist die Duborg Skolen in Flensburg. Sie ist bis jetzt das einzige dänische Gymnasium in Deutschland. Ein zweites ist in Schleswig in Planung. In Schleswig-Holstein gibt es darüber hinaus eine Reihe von deutschen Schulen, an denen Dänisch als dritte Fremdsprache angeboten wird.

Danismen

Aus dem Dänischen stammende bzw. entlehnte Wörter heißen Danismen. Der weltweit bekannteste Danismus ist der Name des Spielzeugs Lego (aus dänisch: leg godt! - spiel gut!). Andere bekannte Danismen sind: hyggelig (gemütlich, malerisch, nett, …) und Pølser (Würstchen). Viele Orts- und Familiennamen in Südschleswig sind auch dänischer (altskandinavischer) Herkunft. So zum Beispiel alle Orte mit -by (wie in Husby), -rup (Sörup) und -wig (Schleswig dän.: Slesvig). Wie man am Telefonbuch von Flensburg leicht erkennen kann, sind dort Familiennamen mit -sen am Ende üblich. Bis zum 19. Jahrhundert hatte es einen dänischen Bevölkerungsanteil von über 80 %, der sich nur zum Teil eingedeutscht hat. Namen wie Petersen, Hansen, Jacobsen usw. künden noch von dieser Zeit. Eine nennenswert von Danismen beeinflusste Sprache ist das Färöische. Es sind quasi die einzigen Fremd- und Lehnwörter, die diese Sprache „zulässt“ (wobei es schwierig ist, sie als reine Danismen zu identifizieren, da sie auch als „Interskandinavismen“ empfunden werden können). Aus dem Dänischen kommende Anglizismen werden hier in der gehobenen Sprache aber nicht entlehnt. Norwegisch (Bokmål) ist ebenfalls stark von Danismen beeinflusst. Dies hängt mit der über 400-jährigen Union Norwegens mit Dänemark zusammen. In der norwegischen Geschichte wird diese Epoche vor allem als Fremdherrschaft empfunden und auch als 400-Jahre-Nacht (so Henrik Ibsen) bezeichnet.

Fremdsprachliche Einflüsse auf das Dänische

Besonders bedeutend ist der Einfluss des Deutschen, speziell (und über Vermittlung durch die geographische Nähe) des Niederdeutschen zu allen Zeiten. So besteht ein großer Teil des dänischen Vokabulars aus niederdeutschen Lehnwörtern und Lehnübersetzungen. Das macht für Deutsche das Erlernen und Sprechen des Dänischen einfacher. Viele Begriffe kann man durch Raten selber finden, wenn man weiß, auf welche Art ins Dänische lehnübersetzt wurde. Deutsch war bis ins 19. Jahrhundert gleichzeitig Sprache am dänischen Hof. Es galt also als vornehm, ähnlich wie Französisch am preußischen Hof. Das beförderte die Übernahme deutscher Begriffe nicht unwesentlich. Im heutigen Dänisch gibt es – wie im Deutschen auch – eine große Anzahl von Internationalismen (in den letzten Jahrzehnten verstärkt Anglizismen). Das geht so weit, dass Dänen sich auf Angloamerikanisch grüßen: Hej! wurde nach dem Zweiten Weltkrieg von den US-Amerikanern übernommen (aus amerik.: Hi!). Jedenfalls erleichtert dieser Umstand auch das Lernen, Lesen und Sprechen des Dänischen, da ganz viele Fremd- und Lehnwörter vertraut sind. Aber: Dänisch ist dennoch eine skandinavische Sprache, also existiert – wie oben schon erwähnt – eine harte Sprachgrenze. Diese Grenze unterscheidet es im eigentlichen Kern der Sprache mehr vom Deutschen, als es das Englische tut, was ja trotz seiner westgermanischen Herkunft nicht unbedingt durch alle uns bekannten Anglizismen plötzlich „verständlich“ ist. Kurz: Die fremdsprachlichen Einflüsse des Deutschen und Englischen (als Mittler von weiteren Internationalismen) erleichtern das Erlernen des dänischen Wortschatzes, sie erschließen aber nicht die Sprache an sich.

Das dänische Alphabet

Das dänische Alphabet enthält unter anderem alle im Deutschen auch bekannten 26 Buchstaben von A–Z in der gleichen Reihenfolge. Der Unterschied liegt darin, dass das Dänische keinen der deutschen Umlaute (ä, ö, ü) und auch nicht das ß verwendet. Dafür gibt es drei typische Sonderzeichen: Æ, æ: Typographisch gesehen ist das Æ eine Ligatur aus A und E. Es entspricht dem deutschen Ä. Ø, ø: Das Ø ist typographisch gesehen immer ein O mit einem nach rechts geneigten Schrägstrich, der an beiden Enden über das O herausragt. Es entspricht dem deutschen Ö. Å, å: Das Å ist mit der dänischen Rechtschreibreform von 1948 eingeführt worden. Es ersetzt das ältere Aa, aa. Dieser Buchstabe hat im Deutschen keine graphische Entsprechung. Der Kringel auf dem Å wird als ein kleines O verstanden, womit angedeutet wird, dass es sich hier ursprünglich um einen A-Laut gehandelt hat, der, wenn kurz ausgesprochen, sehr stark zum O tendiert. Die Stadt Ålborg wird z. B. wie „Ollborg“ ausgesprochen. Handelt es sich aber um ein langes Å, wird es wie U in „und“ ausgesprochen, d. h. Ångstrøm wird als „Ungström“ ausgesprochen. Niederdeutschen Sprechern ist dieser Laut allerdings bekannt, z. B. in maken (hochdt.: machen). Das Aa existiert nur noch in Eigennamen und auf „antiken“ Beschriftungen, aber nicht mehr in der sonstigen Schriftsprache. Seit 1984 ist bei Ortsnamen jedoch wieder die Schreibung mit Aa zulässig, und einige Orte wünschen diese alte Schreibweise. Siehe hierzu Aabenraa. Auch sonst kennt das Dänische keine Vokalverdopplungen in der Schrift, wohl aber bei Konsonanten. Diese drei Sonderbuchstaben werden anders als die Umlaute im Deutschen (Wörterbuch) nicht unter A und O einsortiert, sondern stehen immer am Ende des Alphabets, also so: A, B, C, [...] X, Y, Z, Æ, Ø, Å Im deutschen Schriftsatz gilt, dass diese drei Buchstaben in dänischen Namen, Stichwörtern und Zitaten oder gar im Gebrauch des Dänischen selbst niemals mit Ä, Ö, und Aa umschrieben werden sollen (obwohl Dänen das dennoch entziffern könnten). Das gilt analog für das Internet. Ausnahmen bilden nur Eigennamen wie Kierkegaard. Tipp für Computerbenutzer: Anstatt sich die Zahlencodes für diese Zeichen zu merken (oder um sie zu erlernen), gibt es (zumindest bei Windows) das Programm charmap (Character Map) das über Start > Ausführen > „charmap“ zu erreichen ist.

Dänische Phonetik und Phonologie

Die dänische Phonologie ist für Deutsche das Hauptproblem beim Spracherwerb des Dänischen. Sie ist so kompliziert, dass sie nicht in einfache Regeln gefasst werden kann, und gleichzeitig weicht sie in den existierenden Dialekten auch erheblich voneinander ab. Die meisten Deutschen (die nicht auf einer der o. a. dänischen Schulen waren) werden es wohl kaum schaffen, ein Dänisch zu sprechen, das von den Muttersprachlern selber zumindest als ein Dialekt aus ihrem Lande erkannt wird. Was aber durchaus möglich ist, ist eine flüssige Aussprache des Dänischen, die zumindest im interskandinavischen Gespräch völlig ausreicht und natürlich auch von jedem Dänen verstanden wird. So werden Deutsche, die einigermaßen fließend Dänisch beherrschen, oft gefragt, ob sie Norweger seien. Das ist in Dänemark dann als Lob zu verstehen. Wichtigste Besonderheiten

Der Stoßlaut (Stød)

Der Stød ['sdøð] ist ein Glottisschlag [], wie er in vielen Varietäten des Deutschen vorkommt, beispielsweise in beachte []. Er kommt so häufig (und betont) und an für Deutschsprecher so ungewohnten Stellen vor (nämlich nach Vokal und vor Konsonant bzw. am Wortende), dass er den gesamten Charakter der dänischen Lautung dominiert. Hinzu kommt, dass es im Dänischen keine einheitlichen Regeln dafür gibt, wo und wann der Stød genau Anwendung findet. Dies ist nicht nur eine Frage des Dialekts, sondern auch des Soziolekts, wobei gilt, dass gehobenere Schichten den Stød öfters verwenden und dass er im Süden Jütlands weniger vorkommt. Der dänische Stød hat in seinen skandinavischen Verwandten, dem Schwedischen und dem Norwegischen, seine Entsprechung im musikalischen Akzent. Begnügt man sich mit einer interskandinavischen Aussprache des Dänischen, kann man den Stød auch ganz weglassen und wird dennoch verstanden. „Dänisch“ spricht man dann aber nicht. Zudem gibt es einige Fälle, in denen gleichgeschriebene Wörter durch den Stød einen Bedeutungsunterschied erfahren, z. B. ['änən] 'anderer' ~ ['än’ən] 'die Ente', ['ånən] 'das Atmen' ~ ['ån’ən] 'der Geist', ['hεnər] 'geschieht' ~ ['hεn’ər] 'Hände'.

Das weiche D

Für die deutsche Zunge noch schwieriger ist das weiche D. Historisch entstammt es dem altskandinavischen „Ett“, das heute nur noch in Island und auf den Färöern in der Schriftsprache verwendet wird: Ð, ð. Das kleine ð ist bekannt aus der Lautschrift für einen weichen Reibelaut, bei dem eine Enge zwischen Zunge und Zähnen gebildet wird, so wie im englischen the. Es wird auch in der Lautschrift zur Bezeichnung des dänischen weichen D verwendet. Nur wird es im Dänischen erstens nicht am oberen sondern am unteren Zahndamm artikuliert, und zweitens kommt es nie im Anlaut eines Wortes oder einer Silbe vor. In der Schrift ist das weiche D stets mit /d/ bezeichnet. Eine bedeutungsunterscheidende Funktion hat es nicht. Neben dem Stød ist es das zweite Hauptcharakteristikum der gesprochenen dänischen Sprache, wo dann die Kombination von beiden den typischen „weichen“ Klang (im Vergleich etwa zum Norwegischen) ergibt.

Vokalqualitäten

Die dänischen Vokale ähneln den deutschen, doch sind manche nicht identisch. Grundsätzlich verdunkeln sich alle Vokale vor oder nach dem /r/ (welches nie gerollt wird). Das /a/ wird heller ausgesprochen (ähnlich dem Englischen), und das Å ähnelt je nach Kürze oder Länge verschiedenen Arten des [o] (mit Tendenz zum [a], wenn es lang ist, wird es wie u in „und“ ausgesprochen). Am ungewohntesten ist vielleicht die typische helle Aussprache des kurzen /i/. Diese kann am einfachsten erlernt werden, wenn man bei kurzem /i/ immer versucht, ein kurzes [e] zu artikulieren.

„Verschlucken“ von Konsonanten

...und daraus oft Bildung von Diphthongen Wenn beklagt wird, dass das Dänische bei weitem nicht so gesprochen wie es geschrieben wird, so liegt das zum großen Teil nicht nur am weichen D, sondern auch am Verschlucken diverser geschriebener Konsonanten in der Aussprache. Betroffen hiervon sind meist im Auslaut oder im Wortinneren befindliche /g/, /t/ und oft auch des /d/ und anderer Konsonanten. Zum Beispiel wird det (deutsch: das) nicht etwa [det] ausgesprochen, sondern immer [de]. -er im Auslaut verfärbt sich wie im Deutschen zu einer Art Vokal, nur nicht wie im Berlinischen von Hammer zu [hamma], oder im Niederdeutschen zu [hammä], sondern zu einer Art [hammå]. Und so gibt es viele weitere Ausspracheregeln und (-Ausnahmen), welche den praktischen Sprachunterricht unumgänglich machen, will man das Dänische vervollkommnen. An Universitäten dauert die Vermittlung der dänischen Phonologie ein komplettes Semester. Ein bekannter Liedrefrain findet dort zur Veranschaulichung der Diphthongbildung von [ei] Verwendung: En snegl på vejen er tegn på regn i Spanien
[en sneil po vein er tein po rein i Spänien]
Eine Schnecke auf dem Weg ist ein Zeichen für Regen in Spanien (Aus: My Fair Lady, die dänische Version von: Es grünt so grün, wenn Spaniens Blüten blühen) Hier ist das [ei] in regn (weil es nach /r/ kommt) dunkler als in den drei anderen Wörtern. Einige Regeln könnte man zwar mit einigen Ausnahmen aufstellen. Deutsch > dänisch: au > u, z. B. Hausmaus = husmus, eu > y z. B. deuten = tyde und ei = e (wie im Berlinischen) Beine = ben oder ei > i, z. B. Reis = ris Ebenfalls bei Konsonanten sch > sk, z. B. schön = skøn, D > T und umgekehrt, d. h. deutsch = tysk Die meisten dieser Regeln sind entweder vom Plattdeutschen oder Mittelhochdeutschen bekannt. Wo man da überall den Stød setzen kann, muss die dänische Wikipedia-Gemeinde entscheiden.

Siehe auch

Liste dänischsprachiger Schriftsteller, Hyggelig

Literatur

Die Dänische Zentralbibliothek für Südschleswig enthält die größte Sammlung dänischer Titel in Deutschland.

Geschichte der dänischen Sprache


- Peter Skautrup: Det danske sprogs historie. Bd. 1–4, Kopenhagen 1944–1968 (unveränderter Nachdruck 1968) und 1 Registerband, Kopenhagen 1970

Grammatiken


- Barbara Fischer-Hansen, Ann Kledal: Grammatikken. Håndbog i dansk grammatik for udlændinge. Special-pædagogisk forlag, 1998 (Indeholder gode forklaringer på grammatiske funktioner og regler i dansk.)
- Robin Allan, Philip Holmes, Tom Lundskær-Nielsen: Danish. A Comprehensive Grammar. London and New York 1995 nur Syntax:
- Kr. Mikkelsen: Dansk Ordföjningslære. Kopenhagen 1901 (Nachdruck Kopenhagen 1975)

Wörterbücher

Dänisch-Dänisch


- Den Danske Ordbog. 6 Bände, Gyldendal, Kopenhagen bis 2005 (das künftige Monumentalwerk, ca. 400 Euro, nur im Abonnement über den Buchhandel erhältlich)
- Dansk Ordbogen. Erstausgabe. Gyldendal, Kopenhagen 2004, ISBN 8712037591 (105.000 Stichwörter ca. 35 Euro)
- Politikens Store Ordbogs cd-rom. Politikens Forlag, Kopenhagen 2001, ISBN 87-567-6056-6 (Nur Datenträger! – Nudansk Ordbog mit Etymologie, Fremdwörterbuch, Abkürzungswörterbuch und 4000 Biografien, für Mac und Windows, ca. 95 Euro)
- Politikens Nudansk Ordbog. Politikens Forlag, Kopenhagen 2001, ISBN 87-567-6564-9 (100.000 Stichwörter mit CD-ROM für Windows, ca. 55 Euro, gilt als Standardwerk)
- Politikens Nudansk Ordbog med Etymologi. Politikens Forlag, Kopenhagen 2001, ISBN 87-567-6556-8 (100.000 Stichwörter mit Etymologie und CD-ROM für Windows, ca. 70 Euro)
- Politikens Retskrivningsordbog. Politikens Forlag, Kopenhagen 2001, ISBN 87-567-6455-3 (Rechtschreibungswörterbuch, 80.000 Stichwörter mit CD-ROM, ca. 15 Euro, preiswerte Alternative)

Aussprachewörterbücher


- Lars Brink, Jørn Lund u. a.: Den Store Danske Udtaleordbog. Kopenhagen 1991
- Peter Molbæk Hansen: Udtaleordbog. Kopenhagen 1990

Weblinks


- [http://netdob.asb.dk/netdob/index.html Dänisch-dänisches Netzwörterbuch]
- [http://www.kryds.dk/bigsog.htm Dänisches Synonymwörterbuch]
- [http://www.ronzon.de/seiten/dansk1.html Grundlagenwortschatz Deutsch-Dänisch] Kategorie:Indogermanisch Kategorie:Germanisch Kategorie:Einzelsprache
-
Kategorie:Dänemark ja:デンマーク語 ko:덴마크어

Ort der Färöer

, Briefmarke von 1987]] Die Färöer sind autonomer Teil Dänemarks. Dort befinden sich folgende Städte (Einwohner 2002):
- Fuglafjørður (1.562)
- Klaksvík (4.794)
- Runavík (481, Kommune Runavík: 2.557)
- Tórshavn (12.620, Kommune Tórshavn: 18.420)
- Tvøroyri (1.195, Kommune Tvøroyri: 1.867)
- Vágur (1.452)
- Vestmanna (1.238) Alle Orte (Einwohner 2002) nach dem färöischen Alphabet: Anmerkung:
- Mjørkadalur ist ein dänischer Militärstützpunkt und hat nach Angaben des Postverk Føroya keine Postleitzahl.

Weblinks


- [http://www.hagstova.fo/Hagtol/Arbok/Arbok_03/Yearbook_03.htm Hagstova.fo - Statistisches Jahrbuch 2003] (auf färöisch und englisch)
- [http://www.postur.fo Postur.fo - Postleitzahlen] (auf färöisch) Färöer ! !

Suðuroy

Suðuroy []/[] (dänisch: Suderø; wörtl.: "Südinsel") ist die südlichste und viertgrößte Insel der Färöer. Suðuroy bildet eine eigene Region der Färöer, zu der auch die vorgelagerte unbewohnte Insel Lítla Dímun gehört. Zwischen beiden Inseln verläuft die Meerenge Suðuroyarfjørður, der Südinselfjord, der aber eigentlich ein Sund ist, und Suðuroy vom Rest des Archipels im Norden trennt.

Geographie

Die meisten Orte auf Suðuroy befinden sich an der Ostküste, während sich die Westküste steil aus dem Meer erhebt und dort vergleichsweise gut zugängliche Vogelfelsen aufweist. Wichtigster Ort neben Tvøroyri mit seinem zusammengewachsenen Siedlungsgebiet am Trongisvágsfjørður, ist Vágur weiter südlich (nicht zu verwechseln mit der Insel Vágar). Im Norden befinden sich die idyllischen Fischerorte Sandvík und Hvalba. Von hier aus genießt man einen Blick auf die kleinste und unbewohnte Insel des Archipels: Lítla Dímun, die den für ihre Tüchtigkeit bekannten Bauern von Hvalba gehört. Porkeri östlich von Vágur gilt als eines der schönsten Dörfer der Färöer. In Hov nördlich davon, lebte einst der Gode Havgrímur. Sein Grabhügel ist ein Zeugnis der Wikingerzeit auf den Färöern. In Fámjin an der Westküste hängt nicht nur die erste Flagge der Färöer, sondern hier steht mit dem Fámjinsstein auch ein Runenstein aus dem 16. Jahrhundert - Beweis dafür, dass hier die Runenschrift noch nach der Reformation Anwendung fand. Mit den bei Sumba vorgelagerten Holmen Sumbiarsteinur enden die Färöer nach Süden hin. Der Leuchtturm Akraberg bildet den südlichsten Punkt der Südinsel selbst. Hier lebte einst eine Enklave von Friesen, von denen gesagt wird, dass es Piraten oder übrig gebliebene Heiden waren. Nächstes Land auf dem Längengrad wären erst wieder die schottischen Hebriden, die von den Färingern Suðuroyggjar (Südinseln) genannt werden. Schon in der Färingersaga gab es Einar von den Südinseln, der zwar auf Suðuroy lebte, aber offensichtlich von den Hebriden oder der Isle of Man stammte. Fast nirgendwo auf den Färöern kann man die dramatische Landschaft so hautnah erleben, wie hier im Süden um den Beinisvørð an der steilen Westküste herum. Wer im Juni oder Juli kommt, kann sich hier besonders an der färöischen Vogelwelt erfreuen. färöischen Vogelwelt Geologische Besonderheit auf dem ansonsten an Bodenschätzen armen Archipel sind die Steinkohlevorkommen auf Suðuroy (bei Hvalba im Norden). Unterhalb der Kohleschicht befinden sich die ältesten Basaltschichten der Färöer, die den Süden der Insel bilden. Inzwischen ist bekannt, dass hier unter dem Schelf der Erdöl und Erdgas lagern. Die geplante Erschließung dieser Bodenschätze würde den Färingern möglicherweise die volle Souveränität bringen. Es scheint daher wahrscheinlich dass sich mittelfristig Bohrinseln vor Suðuroy befinden werden.

Bevölkerung, Sprache, Kultur

Die Färinger von Suðuroy nennen sich Suðuroyingar (Singular: Suðuroyingur). Durch die etwas abgelegene Lage konnte sich hier ein eigener Dialekt des Färöischen herausbilden. Die färöische Verschärfung fällt zum Beispiel weg, und so heißt ein Jógvan hier [] und nicht []. Die Ortsnamen ganz im Süden der Insel zeugen noch von den keltischen „Ureinwohnern“, und es gilt als gesichert, dass hier mit den irischen Mönchen die ersten Menschen siedelten. Auch sonst wird gesagt, dass es sich bei den Menschen von Suðuroy um einen besonderen Menschenschlag handelt. Von Alters her sind es Seefahrer und Fischer, die sich selber eine andere Mentalität zuschreiben als den Landsleuten im Norden (besonders den „Rivalen“ auf den Nordinseln), die eher bäuerlich geprägt sind. Die sozialdemokratische Javnaðarflokkurin hat auf Suðuroy ihre traditionelle Hochburg. Hierfür stehen Namen wie Petur Mohr Dam und sein Sohn Atli P. Dam. Atli P. Dam und zählt zu den bedeutendsten Künstlerinnen nicht nur der Färöer, sondern des ganzen Nordens.]] In der südlichsten Gegend um Sumba wird der färöische Kettentanz in einer einzigartig ausdrucksvollen Form gepflegt. Von hier stammt auch der Dichter Poul F. Joensen (1898-1970), der in der alten dichterischen Tradition dieses Ortes steht, und dessen Satiren noch heute im ganzen Volk beliebt sind. Die Malerin Ruth Smith (1913-1958) aus Vágur ist über ihr Heimatland hinaus bekannt. Ihre Selbstportraits werden zu den bedeutendsten Werken der skandinavischen Kunst des 20. Jahrhunderts gerechnet. In ihrem Heimatort befindet sich das Ruth-Smith-Museum. Die Bootsbaukunst rund um das Färöboot wird als das größte nationale handwerkliche Erbe gepflegt. Das größte heutige Färöboot ist der Naddoddur aus Tvøroyri, ein stolzer 12er. Tvøroyri gilt auch als Geburtsort des Fußballs auf den Färöern. Bereits 1889 wurde hier der erste Ball gekickt und mit dem TB Tvøroyri 1892 der erste Fußballverein des Landes gegründet.

Verkehr und Tourismus

1892 und Tvøroyri (32 Seemeilen)]] Suðuroy wird von der Autofähre Smyril von Tórshavn aus angefahren. Gedankenspiele bezüglich eines unterseeischen Tunnelsystems von Streymoy über Sandoy hierher existieren bereits, doch derzeit (2005) wird zunächst die Realisierbarkeit des Streckenabschnitts von Streymoy nach Sandoy geprüft. Im Oktober 2005 soll eine neue Fähre, die Smyril V. ihren Dienst aufnehmen. Mit ihr verkürzt sich die Fahrtzeit von Tórshavn nach Tvøroyri um eine halbe Stunde auf 90 Minuten. Gleichzeitig erhofft man sich von der wesentlich größeren und moderneren Fähre mehr wirtschaftlichen Fortschritt. Wer hierher fährt, bleibt meist länger als eine Nacht. Wenn man beispielsweise vier Wochen auf den Färöern ist, lohnt sich eine Woche Aufenthalt auf der Südinsel. Durch seine relative Größe und markante Landschaft ist Suðuroy auch ein beliebtes Urlaubsziel der Färinger selber. Das Straßennetz von Suðuroy ist sehr gut ausgebaut und im Süden durch Serpentinen geprägt, während in die mächtigen Felsen des Nordens Tunnel gebohrt wurden. Siehe auch: Liste der Tunnel auf den Färöern

Weblinks


- [http://www.geophysik.uni-kiel.de/~criedel/ISLEXKU/suduroy.htm Geologie von Suðuroy] (deutsch, sehr ausführlich)
- [http://www.psp-info.dk/faroe/suduroy.htm Suðuroy] (dänisch, sehr viele exzellente Fotos)
- [http://www.suduroy.com/index.php?id=481&L=2 Suðuroy portal] English. Kategorie:Insel (Färöer)!

Nes (Vágur)

von 1975.]] Nes [] bei Vágur (dänischer Name: Næs) ist ein Ort der Färöer auf der Insel Suðuroy. Es gibt auch einen gleichnamigen Ort auf der Insel Eysturoy, siehe: Nes (Eysturoy).
- Einwohner: 35 (Stand: 2002?)
- Postleitzahl: FO-925
- Kommune: Vágs kommuna Nes gilt heute als Vorort von Vágur, der zweitgrößten Stadt auf der Südinsel des Archipels am Vágsfjørður. Der Überlieferung zufolge gab es hier im 15. Jahrhundert Streitigkeiten um Feldgrenzen, die durch einen Ringkampf entschieden wurden.

Weblinks


- [http://www.faroeislands.dk/pages/NesvagurIndex.htm Faroeislands.dk: Nes] (auf Englisch. Info und Fotos) Kategorie:Ort auf den FäröernKategorie:Suðuroy

Liste der Kommunen auf den Färöern

Auf den Färöern gibt es seit dem 1. Januar 2005 34 Kommunen (vorher 48). Diese Tabelle listet die bisherigen Kommunen nach der Einwohnerzahl auf (Stand 31. Dezember 2002). Anmerkungen:
Obwohl es Hauptort der Region Streymoy ist, bildet Tórshavn eine eigene Region, die identisch mit der Tórshavnar kommuna ist. Sie besteht neben Tórshavn aus zehn weiteren Orten.
Klaksvík ist zwar Hauptort der Region der Nordinseln, gilt aber als eigene Region. Sie umfasst zwei Kommunen: Klaksvík und Hvannasund.

Quelle


- [http://www.hagstova.fo/Hagtol/Arbok/Arbok_03/t_15_01.pdf Hagstova Føroya - Municipalities by size and width, population growth and density, age and sex 31.12.2002] (PDF-Format)

Siehe auch


- Liste der Städte und Orte auf den Färöern
- Inseln der Färöer

Weblinks

Färöern Kategorie:Färöer

Toftir

Toftir ist ein Ort der Färöer auf der Insel Eysturoy.
- Einwohner: 816 (Stand: 31. Dezember 2002)
- Postleitzahl: FO-650
- Kommune: Nes kommuna
- Fußballverein: B68 Toftir (Tofta Ítróttarfelag) Toftir ist ein relativ bedeutender Fischereihafen auf den Färöern. Unter Fußballfans ist Toftir bekannt für das Fußballstadion Svangaskarð. Es ist neben Tórsvøllur der einzige von der FIFA und UEFA zugelassene Austragungsort für Länderspiele der färöischen Elf auf heimischem Rasen. Eine andere Attraktion ist die hochmoderne Fríðrikskirkjan (Friedrichskirche), die 1994 geweiht wurde. Siehe auch Liste der Städte und Orte auf den Färöern Kategorie:Ort auf den Färöern Kategorie:Eysturoy

Skálafjørður

Skálafjørður [] (dänischer Name: Skålefjord) ist ein Fjord der Färöer auf Eysturoy. Er ist mit ca. 14 Kilometern der längste Fjord des Archipels. Folgende Orte befinden sich an seinen Ufern (vom Süden entlang des Ostufers: Nes, Toftir, Saltnes, Runavík, Saltangará, Glyvrar, Lambareiði, Søldarfjørður, Skipanes, Gøtueiði und Skálabotnur; (von dort englang des Westufers Richtung Süden): Skáli, Innan Glyvur und Strendur. Unmittelbar an der Küste auf beiden Seiten verläuft eine Landstraße, die alle genannten Orte miteinander verbindet. Besonders das Gebiet um Toftir und Rúnavík ist eines der größten Ballungsgebiete der Färöer. Während der britischen Besetzung der Färöer im Zweiten Weltkrieg hatte der Fjord eine besondere strategische Bedeutung als natürlicher Marinehafen. Schwere Schiffskanonen wachten über den Fjordeingang bei Nes, und eine Flakbatterie verteidigte ihn vor deutschen Luftangriffen, die immer wieder einmal geflogen wurden. Um den Fjord vor U-Booten zu sichern, konnte ein unterseeisches Stahlnetz am Eingang gespannt werden. Hier befand sich auch ein wichtiges Erdöldepot. Durch seine geschützte Lage wird der Fjord noch heute als Ausweichhafen genutzt, wenn der Wind ungünstig auf Tórshavn steht. Dann legt zum Beispiel die Luxusfähre Norröna in Toftir an. Kategorie:Fjord der Färöer Kategorie:Eysturoy

Großbritannien und Nordirland

Das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Nordirland (engl. United Kingdom of Great Britain and Northern Ireland - meist verkürzt zu United Kingdom oder UK) ist eine konstitutionelle Monarchie im Nordwesten Europas. Der größte Inselstaat Europas besteht aus den Landesteilen England, Wales und Schottland auf der Insel Großbritannien und Nordirland auf der Insel Irland. __TOC__ Im deutschen Sprachraum wird der Name oft auf Vereinigtes Königreich, entsprechend den amtlichen Kurzformen verkürzt. Die Bezeichnung Großbritannien wird ugs. oft als Synonym verwendet, bezeichnet aber nur Teile der britischen Inseln, nämlich nur die Insel, auf der England, Wales und Schottland liegen, und nicht noch das benachbarte Nordirland. Die Bezeichnung England schränkt das Vereinigte Königreich noch mehr ein. Zwar ist England der größte und nach wie vor beherrschende Landesteil, aber eben nur ein Teil des Landes und der Insel. So würde sich ein Schotte oder Nordire selbst nicht als Engländer bezeichnen. Woher das „Groß“ in „Großbritannien“ stammt, wird im Französischen klar: „Großbritannien“ ist die „Grande-Bretagne“, im Unterschied zu der auch im Deutschen so genannten „Bretagne“. Die Bezeichnung Britannia hingegen stammt aus der Spätantike, nämlich aus dem Wortschatz der Urengländer, dem keltischen Brith, was buntfarbig oder gefleckt bedeutet. Offenbar war es dort einst Sitte, sich zu bemalen.

Geographie

Bretagne Der größte Teil Englands besteht aus flachen Ebenen. Eine imaginäre Linie zwischen den Flüssen Tees (bei Middlesbrough) und Exe (bei Exeter) unterteilt England in einen sehr flachen und in einen eher hügeligen Teil. Die wichtigsten Hügelzüge (Gebirgsketten) von Nord nach Süd sind die Cumbrian Mountains, die Pennines, der Peak District, die Cotswolds und die Chilterns. Die wichtigsten Flüsse sind Themse, Severn, Trent, Great Ouse und Humber. Die größten Städte sind London, Birmingham, Manchester, Sheffield, Liverpool, Leeds, Bristol und Newcastle-upon-Tyne. Wales ist abgesehen von einer flachen Ebene im Süden äußerst hügelig. Der höchste Berg, der Snowdon, ist 1.085 Meter hoch. Nördlich des Festlandes liegt die Insel Anglesey. Die größte Stadt ist Cardiff an der Südküste. Die Geographie Schottlands ist sehr unterschiedlich, mit den flachen Lowlands im Süden und Osten sowie den teils gebirgigen Highlands im Norden und Westen. Der Ben Nevis (1.344 Meter) ist der höchste Berg Großbritanniens. Es gibt zahlreiche lange und tiefe Meeresarme, Firths und Lochs. An der Nord- und Westküste gibt es eine stattliche Anzahl von Inseln, darunter die Hebriden, die Orkney- und die Shetlandinseln. Die größten Städte sind Edinburgh, Glasgow und Aberdeen. Nordirland umfasst den nordöstlichen Teil der Insel Irland. Das Gelände ist hügelig. Ziemlich exakt in der Mitte des Territoriums liegt der Lough Neagh, der größte Binnensee der Britischen Inseln. Die wichtigsten Städte sind Belfast und Derry. Siehe auch: Liste der Seen in Großbritannien, Liste der Berge in Großbritannien

Klima und Vegetation

Das Klima von Großbritannien und Nordirland variiert, ist jedoch gemäßigt. Es ist aufgrund des Golfstroms markant wärmer als in anderen Gebieten auf den gleichen Breitengraden (wie z. B. Polen). Allgemein ist das Klima im Süden wärmer und trockener als im Norden. Der Wind bläst hauptsächlich von Südwesten, vom Atlantischen Ozean her. Während mehr als der Hälfte des Jahres ist der Himmel bewölkt. Das Land ist relativ selten von Naturkatastrophen betroffen, vor allem im Winter können jedoch starke Sturmwinde und Überschwemmungen auftreten. Die Regenmenge beträgt im Norden durchschnittlich 1.000 mm pro Jahr, im Süden 700 mm. Die Grafschaft Essex ist die trockenste Gegend des Landes. Die jährliche Regenmenge beträgt hier nur 600 mm, obwohl an über 100 Tagen im Jahr Regen fällt. In manchen Jahren kann die Regenmenge nur 450 mm betragen, weniger als z. B. in Jerusalem oder Beirut. Der früher weit verbreitete Laub- und Mischwald ist wegen Raubbau und Landwirtschaft auf 8 % zurückgedrängt worden. Jetzt versucht man die Wälder wieder aufzuforsten. Die Gebirge sind mit Mooren und Heiden bedeckt.

Bevölkerung

Das Vereinigte Königreich hatte bei der letzten Volkszählung im Jahre 2004 60.294.000 Einwohner. Sie gliedert sich in Engländer (83,6 %), Schotten (8,6 %), Iren (2,9 %), Waliser (4,9 %) und Andere 7,9 %.

Sprachen

Das Vereinigte Königreich Großbritannien und Nordirland hat keine offizielle Amtssprache. Englisch ist jedoch de facto offizielle Sprache und wird von 95 % der Bevölkerung als einzige Sprache gesprochen. Als „Hochsprache“ gilt die so genannte Aussprachevariante der Received Pronunciation. Dieses Englisch wird auch in den meisten Schulen Deutschlands unterrichtet. Allerdings haben zwei Teilstaaten offizielle Sprachen: In Wales sind sowohl Englisch als auch Walisisch offizielle Sprachen. In Nordirland sind dies Englisch, Irisch und Ulster Scots. Zusätzlich wird in den Äußeren Hebriden die Schottisch-Gälische Sprache anerkannt. Daneben gibt es in Großbritannien diverse lokale Dialekte des Englischen, die aber keinen offiziellen Status haben und meist rein mündlicher Natur sind. Noch bis in die jüngste Vergangenheit hinein empfand man Dialekte und dialektal gefärbte Aussprache im klassenbewussten Königreich als sozialen Makel. Die Minderheitensprachen sind durch die Europäische Charta für Regional- und Minderheitensprachen anerkannt und geschützt. Walisisch genießt in Wales Gleichberechtigung mit Englisch; in Schottland ist dies Scots, in Cornwall die Kornische Sprache, in Nordirland das Ulster Scots. Die Gehörlosen verwenden die British Sign Language. Laut der Volkszählung von 2001 wird Walisisch von rund 20 % der Bevölkerung in Wales gesprochen (ca. 600.000 Menschen), schottisches Gälisch von rund 60.000 Menschen, Irisch von rund 20.000 Menschen (7 % der Bevölkerung Nordirlands) und Kornisch von 3.500 Menschen (etwa 0,6 % der Bevölkerung von Cornwall). Schreibweise des Landesnamens in den offiziell anerkannten Sprachen:
- United Kingdom of Great Britain and Northern Ireland (Englisch)
- Teyrnas Unedig Prydain Fawr a Gogledd Iwerddon (Walisisch)
- An Rìoghachd Aonaichte na Breatainn Mhòr agus Eirinn a Tuath (schottisches Gälisch)
- Ríocht Aontaithe na Breataine Móire agus Thuaisceart Éireann (Irisch)
- An Rywvaneth Unys a Vreten Veur hag Iwerdhon Glédh (Kornisch)
- Unitit Kinrick o Great Breetain an Northren Ireland (Scots)

Minderheiten

Es gibt mehrere ethnische Minderheiten im Vereinigten Königreich, die ca. 7,9 % der Bevölkerung ausmachen. Zu über 50 % sind ihre Angehörigen im Vereinigten Königreich selbst geboren worden. Der relativ große Anteil dieser Minderheiten erklärt sich aus der Einwanderung einer großen Anzahl von Bewohnern ehemaliger britischer Kolonien in der Karibik und des indischen Subkontinents, vor allem in den 1950ern und den 1960ern. Es gibt folgende Hauptminderheiten: Karibischer oder afrikanischer Abstammung („Black Caribbean“ bzw. „Black African“ - über 1,1 Millionen) Der Großteil der eingewanderten Westinder kam in den 1950ern, in der Hoffnung auf Arbeit und um der schlechten Lebensqualität in ihren Heimatländern zu entfliehen. Die meisten kamen aus Jamaika, Trinidad und Tobago und Dominica. Bei der letzten Volkszählung 2001 wurden 1.148.738 Menschen gezählt (davon 565.876 aus dem karibischen Raum und 485.277 aus Afrika), was etwa 2,1 % der Gesamtbevölkerung entspricht. Inder (über 1 Million - 2001) Die Inder stellen die größte Einwanderergruppe aus einem einzigen Land. Ihr Anteil an der Bevölkerung beträgt 1,8 %. Bei der letzten Volkszählung (2001) wurden 1.053.411 Menschen gezählt. Obwohl sie als eine einzige Minderheitengruppe zusammengefasst werden, gibt es weitere Unterschiede innerhalb derselben. 45 % der britischen Inder sind Hindus, die Sikhs folgen mit 29 % und an dritter Stelle die indischen Moslems mit 13 %. Diverse Gründe haben die Inder dazu veranlasst, nach Großbritannien auszuwandern; neben wirtschaftlichen Gründen wie Armut, Arbeitssuche oder dem Wunsch nach einem höheren Lebensstandard spielt auch politische Verfolgung eine Rolle. Pakistaner (747.285 - 2001) Pakistaner sind die zweitgrößte südasiatische Minderheit in Großbritannien. Sie kamen mit Seefahrern nach Großbritannien und suchten dort für kurze Zeit Arbeit, um Geld für ihre Familien zu verdienen, und fuhren dann wieder zurück nach Pakistan. Viele von ihnen aber blieben in Großbritannien. Der größte Teil der Pakistaner sind Anhänger des Islam. Bengalen (283.063 - 2001) Die Bengalen gehören ebenso wie die Inder und Pakistaner zu den sogenannten „Asian or Asian British People“. Die Gründe für ihre Einwanderung waren der Bürgerkrieg und die Abspaltung Bangladeschs von Pakistan 1971 ebenso wie die der Suche nach Arbeit und die Hoffnung auf einen höheren Lebensstandard. Die meisten Bengalen sind ebenfalls Muslime. Chinesen (247.403 - 2001) Ein Großteil der chinesischen Einwanderer in Großbritannien wanderte nach dem Zweiten Weltkrieg ein, vor allem aufgrund des Preisverfalls von Reis in Hongkong. Im Jahre 2001 lebten 247.403 Chinesen in Großbritannien, was 0,4 % der Gesamtbevölkerung entspricht. Heutzutage gehören die Chinesen zu den bestverdienenden und bestausgebildeten Einwohnern Großbritanniens. Sinti & Roma (ca. 120.000) Unter dem englischen Begriff „Gypsy“ oder „Traveller“ versteht man eine Vielzahl ethnischer Minderheiten. Die Minderheit, die den traditionellen „Zigeunern“ in ihrer Lebensweise am nächsten kommt, sind die Roma, deren Ursprung in Nordindien liegt. Heutzutage werden aber auch Einwanderer aus Osteuropa, etwa aus Polen, Rumänien, Tschechien und der Slowakei dazugezählt. Die Hauptprobleme der Roma und auch der relativ wenigen britischen Sinti sind Diskriminierung, Armut und eine hohe Kindersterblichkeitsrate. Nach Schätzungen der UNO leben in Großbritannien mehrere hunderttausend Menschen polnischer Herkunft.

Religion

Die Mehrzahl der Einwohner des Vereinigten Königreichs (ca. 74 %) versteht sich als Christen. Bei der letzten Volkszählung 2001 beantworteten 92 % der Einwohner die freiwillige Frage nach der Religion. Wie in anderen Ländern auch ist die Kirchenmitgliedschaft nicht mit der Religionszugehörigkeit gleichzusetzen. Genaue Statistiken der Kirchenmitgliedschaft sind schwer zu erstellen, da man in Großbritannien gewöhnlich nur dann offiziell Mitglied einer Kirche wird, wenn man sich über den gelegentlichen Gottesdienstbesuch hinaus am Gemeindeleben beteiligen will. 1995 waren nur 14 % der Bevölkerung solche Mitglieder von Kirchen. Laut Umfragen aus dem Jahr 1995 fühlen sich noch ca. 27 Millionen (45 %) der anglikanischen Kirche zugehörig, 11 Millionen (19 %) anderen protestantischen Kirchen im weitesten Sinne und knapp 6 Millionen (10 %) der katholischen Kirche. Katholiken wurden früher oft als kuriose Minderheit empfunden (vgl. z. B. Evelyn Waughs Wiedersehen in Brideshead), sind heute aber etwas relativ normales geworden. Zu den großen Kirchen (grob nach Größe und Einfluss geordnet) zählen in
- England die
  - Church of England (Anglikanisch)
  - Römisch-Katholische Kirche
  - Methodistische Kirche
  - United Reformed Church (Reformiert)
- Schottland die
  - Church of Scotland (Reformiert/Presbyterianisch)
  - Römisch-Katholische Kirche
  - United Reformed Church (Reformiert) (in Schottland entstanden aus der Congregational Union bzw. Church und anderen reformierten Gemeinden)
  - Methodistische Kirche
- Wales die
  - Church in Wales (Anglikanisch)
  - United Reformed Church (Reformiert)
  - Römisch-Katholische Kirche
  - Methodistische Kirche
- Nordirland die
  - Church of Ireland (Anglikanisch)
  - Römisch-Katholische Kirche
  - Verschiedene Presbyterianische Kirchen Über 9 Millionen Einwohner gehören keiner Religion an (Agnostiker, Atheisten und Heiden). Daneben sind auch Islam, Hinduismus, Sikhismus und andere Religionen verbreitet:

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte der Britischen Inseln, Geschichte des Vereinigten Königreiches von Großbritannien und Nordirland Geschichte des Vereinigten Königreiches von Großbritannien und Nordirland In der Antike waren weite Teile der Insel Großbritannien, abgesehen vom Gebiet des heutigen Schottlands, für rund 350 Jahre von den Römern besetzt. Als diese sich zurückzogen, bildeten sich mehrere kleine Königreiche, die von den eingewanderten Angeln und Sachsen (Angelsachsen) und später auch von den Wikingern beherrscht wurden. Die keltische Urbevölkerung wurde in die westlichen Randgebiete verdrängt. Im 10. Jahrhundert entstanden die voneinander unabhängigen Königreiche Schottland und England. 1066 eroberten die Normannen, französisierte Wikinger aus der Normandie, die Insel und prägten sie für die folgenden Jahrhunderte. Wales, das seit 1284 unter der Kontrolle Englands war, wurde mit der Act of Union 1536 Teil des Englischen Königreichs. Mit der Act of Union 1707 wurden die Königreiche Schottland und England zum Königreich Großbritannien vereinigt; beide Staaten hatten seit 1603 durch Personalunion denselben Monarchen. Die Act of Union 1800 vereinigte das Königreich Großbritannien mit dem Königreich Irland, das von 1169 bis 1603 mehr und mehr unter englische Kontrolle geraten war. Durch diese Verschmelzung entstand das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Irland. 1922 bildeten 26 irische Grafschaften den Irischen Freistaat (ab 1937 Éire, ab 1949 Republik Irland). Die restlichen 6 Grafschaften in der Provinz Ulster verblieben beim Vereinigten Königreich. Der heutige Staatsname Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland wird seit 1927 verwendet. Das Vereinigte Königreich, die dominierende Industrie- und Seefahrtsnation im 19. Jahrhundert, spielte eine bedeutende Rolle bei der Entwicklung der parlamentarischen Monarchie, bei Literatur und Wissenschaft. Unter dem außenpolitischen Prinzip der Balance of Power trat Großbritannien über viele Jahrhunderte für ein Mächtegleichgewicht auf dem europäischen Kontinent ein und schloss dafür wechselnde Bündnisse. Auf seinem Höhepunkt umfasste das Britische Imperium zwei Fünftel der Landfläche der Erde, die in vielen Kriegen erobert worden waren. Durch die beiden Weltkriege verlor das Land seine Weltmachtstellung, obwohl es beide Male auf der Siegerseite stand. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde das Imperium bis auf einige kleine Reste aufgelöst. Großbritannien war gezwungen, sich mehr Europa (Kontinentaleuropa) zuzuwenden, hält sich aber bis heute bei der Integration zurück. Das Land ist zwar Mitglied der Europäischen Union, hat aber den Euro wegen innenpolitischer Widerstände nicht eingeführt. Im Zuge einer Verfassungsreform erhielten Schottland, Wales und Nordirland im Jahre 1999 eigene Parlamente. Siehe auch: Geschichte des Vereinigten Königreiches, Geschichte Englands, Geschichte Irlands, Geschichte Nordirlands, Geschichte Schottlands, Geschichte von Wales, Britisches Imperium, Commonwealth of Nations, Britische Unterhauswahlen 2005

Politik

Hauptartikel: Politisches System Großbritanniens und Nordirlands, Britische Monarchie Das Vereinigte Königreich ist eine konstitutionelle Monarchie (Staatsoberhaupt ist Königin Elisabeth II.), Premierminister ist Tony Blair. Hort der Souveränität ist das Parlament, das aus Oberhaus (House of Lords: Adel, heute größtenteils nichterblicher Verdienstadel, und einige anglikanische Bischöfe) und Unterhaus (House of Commons: nach Mehrheitswahlrecht gewählte Abgeordnete) besteht. Der Landesteil England ist in Europa das Land mit der ältesten ununterbrochenen parlamentarischen Tradition, die bis ins Mittelalter zurückreicht (Magna Charta). Eine geschriebene Verfassung gibt es nicht, es gibt allerdings Gesetze mit Verfassungsrang. Schottland und Wales haben seit den 1990er Jahren eigene Landesparlamente und -regierungen. In Schottland und Wales gilt schon die Europäische Menschenrechtserklärung, in England steht sie vor der Einführung. Das Vereinigte Königreich ist eines der Gründungsmitglieder der NATO und des Commonwealth of the Nations. Es ist außerdem ständiges Mitglied des UNO-Sicherheitsrates sowie Teil der Europäischen Union.

Militär

Das Vereinigte Königreich hat die höchsten Rüstungsausgaben in Europa und ist dessen wichtigste Militärnation. Traditionell konzentriert sich das britische Militär mehr auf die Kriegsmarine, Royal Navy, und die Luftwaffe, Royal Air Force, als auf das Heer, die British Army. Das Vereinigte Königreich besitzt seit 1952 Atomwaffen, deren Bestand in den vergangenen Jahren zwar deutlich reduziert wurde, jedoch ständig modernisiert wird. Das Vereinigte Königreich unterhält zudem etliche Militärbasen im Ausland. Hierzu gehören mehrere Basen in Deutschland mit insgesamt 27.000 Soldaten sowie zwei britische Hoheitsgebiete auf Zypern mit etwa 7.000 Soldaten. Außer den USA hat kein Staat mehr Soldaten im Ausland stationiert als Großbritannien. Aktuell sind 67.000 britische Soldaten im Ausland stationiert, darunter 8.900 im Irak.

Verwaltungsgliederung

Hauptartikel: Verwaltungsgliederung Großbritanniens und Nordirlands Das Vereinigte Königreich besteht aus den vier Landesteilen: England (Königreich), Wales (Fürstentum), Schottland (Königreich) und Nordirland (Provinz). Wales, Schottland und Nordirland besitzen seit den 1990er Jahren eigene Landesteilparlamente und -regierungen mit einem sog. Ersten Minister als Chef (vergleichbar einem Ministerpräsidenten in Deutschland oder einem Landeshauptmann in Österreich). England besitzt, mit Ausnahme Londons (noch) keine Landesverwaltung. Eine „Northern Assembly“ (Nordenglische Versammlung) ist gegenwärtig in der Diskussion. Die Aufgaben einer Staatsspitze Englands werden von Parlament und Regierung des Vereinigten Königreiches mit wahrgenommen. Dabei ist es inzwischen üblich geworden, dass sich im Parlament die Abgeordneten der anderen Landesteile enthalten, wenn eine Entscheidung nur England betrifft (siehe auch West-Lothian Question). Die unteren Verwaltungsebenen sind seit dem späten 19. Jahrhundert mehrmals neu strukturiert worden, weitere Veränderungen sind in der Zukunft zu erwarten. Traditionell bestand England seit dem Mittelalter aus 39, Schottland aus 34, Wales aus 13 und Nordirland aus 6 Grafschaften (engl. counties). Heute (2004) gibt es in England 35 Grafschaften, 40 so genannte „Unitary Authories“, 6 Metropolitan Counties sowie Greater London mit seinem Bürgermeister Ken Livingstone (siehe hierzu auch Verwaltungsgliederung Englands). Wales besteht aus 22, Schottland aus 32 Unitary Authorities. In Nordirland gibt es 26 Bezirke (District). Die Namen der alten Grafschaften werden aber im Alltagsgebrauch aller Landesteile oft weiterhin verwendet. Abhängige Gebiete (offiziell Überseegebiete/Overseas territories of the United Kingdom):
- Anguilla
- Bermuda
- Britische Jungferninseln
- Britisches Antarktis-Territorium
- Britisches Territorium im Indischen Ozean
- Kaimaninseln
- Falklandinseln
- Gibraltar
- Montserrat
- Pitcairninseln
- St. Helena
- Südgeorgien und die Südlichen Sandwichinseln
- Turks- und Caicosinseln Gebiete, die nur der britischen Krone unterstehen und nicht dem Vereinigten Königreich (Crown dependencies):
- Kanalinseln
- Man Beide haben eigene Legislativen und Rechtssysteme, werden jedoch im Bereich Verteidigung und internationale Beziehungen von der britischen Regierung vertreten. Der britische Monarch ist Staatsoberhaupt nicht nur des Vereinigten Königreichs, sondern auch einer ganzen Reihe weiterer, unabhängiger Commonwealth-Staaten. Siehe auch: Liste der Städte in Großbritannien und Nordirland, Kronkolonie

Infrastruktur

Der Verkehr orientiert sich in Nord-Süd-Richtung. Im Straßenverkehr wird links gefahren, im Gegensatz zu den meisten anderen europäischen Ländern. Kreisverkehre sind bei britischen Verkehrsplanern besonders beliebt, da es keine Rechts-vor-Links- oder Links-vor-Rechts-Regel gibt; an Kreuzungen ohne Kreisverkehr ist stets eine der Straßen als Vorfahrtsstraße markiert. Von Bedeutung sind die Autobahnen (Motorways), die das Land (insbesondere England) sehr gut erschließen. Zudem begann man in den 1990er Jahren mit dem Bau mehrspuriger Überlandstraßen, um sowohl die Autobahnen wie auch die an kleineren Straßen gelegenen Orte zu entlasten. Die Inseln Großbritannien und Irland sind durch Fähren verbunden. Das Vereinigte Königreich ist die wichtigste Drehscheibe des Weltluftverkehrs. Das gesamte Fluggastaufkommen ist mit rund 200 Mio. Passagieren pro Jahr (davon 125 Mio. auf den Londoner Flughäfen) das größte Europas. Insgesamt verfügt es über acht internationale und viele regionale Flughäfen. Heathrow im Westen Londons war mit 64 Millionen Passagieren 2003 der Flughafen mit dem größten internationalen Passagieraufkommen der Welt und zugleich auch der mit den meisten Flugbewegungen. Weitere wichtige Flughäfen sind Gatwick und Stansted bei London sowie Birmingham und Manchester. Das dichte, 1994 privatisierte, älteste Eisenbahnnetz der Welt ist in den 1960er- und 1970er-Jahren aus Rentabilitätsgründen stark geschrumpft. Durch den Eurotunnel besteht Anschluss an das Eisenbahnnetz des europäischen Kontinents. Um diese Verbindung zu verbessern, wurde 2003 der erste Teil des Channel Tunnel Rail Link in Betrieb genommen. Diese erste Hochgeschwindigkeitsstrecke Großbritanniens soll die Reisezeit deutlich verkürzen. Ende der 1990er-Jahre und zu Beginn des aktuellen Jahrzehnts kam es wiederholt zu schweren Eisenbahnunfällen, die von Fachleuten auch auf eine mangelhafte Organisation bei der Privatisierung des Schienennetzes zurückgeführt wurden. Dies war mit ein Grund dafür, dass die Schieneninfrastruktur 2002 wieder verstaatlicht wurde. Auch kommt es immer wieder zu erheblichen Verspätungen im Personenverkehr. Die offiziellen Erklärungen für die Verspätungen und Ausfälle sorgen auf der Insel immer wieder für Heiterkeit: Mal sind es „Blätter auf den Schienen“ (im Herbst), mal ist es „die falsche Sorte Schnee“ (im Winter), im Rest des Jahres sind es „Weichenprobleme“ oder „fehlende Lokführer“. Der Schienengüterverkehr in Nordirland wurde im Jahre 2004 eingestellt, während in Großbritannien in den letzten Jahren Zuwächse erzielt werden konnten. Durch die Insellage des Vereinigten Königreiches, die räumliche Trennung Nordirlands vom restlichen Staatsgebiet und die vielen vorgelagerten Inseln besitzt die Seeschifffahrt traditionell eine große Bedeutung. Die wichtigsten Häfen sind Southampton, London und Belfast. Schon seit der Antike sind regelmäßige Schiffsverbindungen zwischen den Inseln und dem (Insel-)Festland bekannt. Es war einfacher, per Schiff von einem Ort zum anderen zu kommen als über das unwegsame bergige Land.

Siehe auch


- Kfz-Kennzeichen (UK)
- Straßensystem in Großbritannien
- Liste der Autobahnen in Großbritannien
- Liste von Eisenbahngesellschaften in Großbritannien und Nordirland

Wirtschaft

Das Vereinigte Königreich zählt zu den am stärksten deregulierten und privatisierten Volkswirtschaften der Welt. Die Wirtschaft des Vereinigten Königreiches ist dienstleistungsorientiert. Wichtigste Exportgüter sind Maschinen, Computer und vor allem die Bodenschätze der Nordsee, nämlich Erdöl und Erdgas. In den vergangenen Jahren erlebten vor allem die Rüstungsindustrie und der Schiffbau einen großen Aufschwung. Auch in der Luftfahrtindustrie ist Großbritannien wieder verstärkt vertreten, u. a. im Airbus-Konsortium und durch zahlreiche Kooperationen mit Boeing und Lockheed-Martin. Großbritannien stellt zudem mehrere der größten Konzerne der Welt, darunter British Aerospace, BP, Shell und HSBC. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wuchs im 1. Quartal 2004 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,4 %. Mit 23.080 Euro liegt das BIP pro Kopf im oberen europäischen Referenzrahmen. Die Arbeitslosenquote beträgt 3,7 % (2004).

Kultur

Höchste Bauwerke


- Belmont-Sendemast, 385 Meter - höchstes Bauwerk Großbritanniens und der EU
- VLF-Sendemast Skelton, 365 Meter
- (Wolkenkratzer London Bridge Tower (London), 310 Meter - höchstes Hochhaus Europas (in Planung))
- Wolkenkratzer 1 Canada Square (London), 235 Meter
- Wolkenkratzer 8 Canada Square (London), 210 Meter
- Wolkenkratzer 25 Canada Square (London), 210 Meter

Weitere Themen


- Portal:Großbritannien
- Anglozentrismus

Weblinks

Geschichte Großbritanniens


- http://www.schottlandgeschichte.de/ – Umfangreiche Zeittafel und Informationen zu Schottland (deutsch)
- http://www.britannia.com/ – UK Travel & British History (englisch)
- http://www.historic-uk.com/ – history and heritage accommodation guide (englisch)
- http://www.woodlands-junior.kent.sch.uk/geography/unionjack.html – Union Jack: die britische Flagge (englisch)
- http://www.royal.gov.uk – Monarchy Today: Vergangenheit und Gegenwart des englischen Köngigshauses (englisch)
- http://www.britishbattles.com/ – British Battles (englisch)

Landschaft und Natur


- http://www.beautifulbritain.co.uk/ – Beautiful Britain (englisch)

Politik


- http://www.politik.uni-koeln.de/jaeger/links/britauspol – Linksammlung zur Britischen Außenpolitik
- http://www.fco.gov.uk – Britisches Außenministerium
- http://www.parliament.uk – Britisches Parlament
- http://www.number-10.gov.uk – No. 10 Downing Street (Britische Regierung)

Institutionen


- http://www.statistics.gov.uk/products/p5703.asp – Britain 2004: Das offizielle Jahrbuch über Großbritannien
- http://www.agf.org.uk – Anglo-German Foundation (Deutsch-Britische Stiftung)
- http://www.gbf.com – Deutsch-Britisches Forum
- http://www.britischebotschaft.de/ – Britische Botschaft in Berlin

Reisen


- [http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/laender/laender_ausgabe_html?land_id=189 Länder- und Reiseinformationen] des Auswärtigen Amtes
- http://www.nationalexpress.com – National Express: bekanntester britischer Reisebus-Service (englisch)
- http://www.schottlandportal.de/ – Schottland: Portal und Informationsseite zu Urlaub, Reisen, Land und Leute
- http://www.vereinigtes-königreich.de/ – Vereinigtes Königreich

Vermischtes


- http://www.spiegel.de/jahrbuch/0,1518,GBR,00.html – Spiegel online / Jahrbuch / Großbritannien
- http://www.career-contact.de/laenderinfos/grossbritannien/uebersicht.php – Jobs und Praktikum in Großbritannien - Das Infoportal
Kategorie:Monarchie Kategorie:Staat Kategorie:Land in der EU als:Grossbritannien und Nordirland ja:イギリス ko:영국 ms:United Kingdom simple:United Kingdom th:สหราชอาณาจักร zh-min-nan:Liân-ha̍p Ông-kok

1691

Ereignisse


- 12. Juli: Innozenz XII. wird Papst

Geboren


- 5. April: Franz Joseph Spiegler, deutscher Maler († 1757)
- 29. April: Ulrich Friedrich von Suhm, Diplomat und ein Freund Friedrichs des Großen. († 1740)

Gestorben


- 1. Februar: Alexander VIII., Papst von 1689–1691 (
- 1610)
- 5. März: Jean-Jacques Renouard de Villayer, französischer Jurist und Postpionier (
- 1607)
- 23. April: Jean-Henri d'Anglebert, französischer Komponist, Cembalist und Organist (
- 1629)
- 19. Mai: Jacob Leisler, deutschstämmiger amerikanischer Kolonialist (
- 1640)
- 23. Juni: Süleyman II., war 1687 bis 1691 Sultan des Osmanischen Reiches (
- 1641)
- 30. Juli: Daniel Georg Morhof, namhafter Literarhistoriker und Polyhistor (
- 1639)
- 19. August: Köprülü Fazil Mustafa, Großwesir des Osmanischen Reiches (
- 1637)
- 12. September: Johann Georg III. (Sachsen), Fürst aus dem Hause Wettin (albertinische Linie) (
- 1647)
- 30. Dezember: Robert Boyle, irischer Naturwissenschaftler (
-  1627)
- Jean Petitot, Schweizer Miniaturenmaler (
- 1607)
- Hannibal von Degenfeld (
- 1648) ko:1691년

4. März

Der 4. März ist der 63. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 64. in Schaltjahren) - somit bleiben 302 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse

Schaltjahren
- 1152 - Friedrich I. (Barbarossa) wird zum König gewählt
- 1553 - Gründung des Akademischen Gymnasiums in Wien
- 1789 - Die Verfassung der USA tritt in Kraft.
- 1909 - William H. Taft hält seine Antrittsrede als 27. US-Präsident.
- 1918 - Leo Trotzki wird Vorsitzender des Obersten Kriegsrates der russischen Sowjetrepubliken. Leo Trotzki
- 1933 - In Österreich kommt es aufgrund einer verfahrenstechnischen Unachtsamkeit zur Beschlussunfähigkeit des Parlaments, die Engelbert Dollfuß für einen Staatsstreichs nutzt, indem er diese als "Selbstausschaltung des Parlaments" bezeichnet.
- 1964 - Im UNO-Sicherheitsrat wird die Entsendung von Friedenstruppen nach Zypern beschlossen.
- 1985 - In Ahaus nimmt der erste deutsche Bürgerbus seinen Betrieb auf.
- 1987 - Der US-Bürger Jonathan Pollard wird wegen Spionage für Israel zu lebenslanger Haft verurteilt.
- 1998 - Israel. Staatspräsident Ezer Weizman wird in seinem Amt bestätigt.
- 2000 - Sydney, Australien. Homosexuellen-Karneval mit etwa 8.000 "Darstellern".
- 2001 - In einer Volksabstimmung der Schweiz stimmen 76,8% der Wahlbeteiligten gegen die Verfassungsinitiative "Ja zu Europa" und damit gegen einen EU-Beitritt der Schweiz. Die Wahlbeteiligung lag bei 55,8%.

Wirtschaft


- 2000 - Italien. Durch ein Urteil des Obersten Gerichtes dürfen Straßenhändler auch weiterhin Markenfälschungen verkaufen. Einzige Bedingung: sie müssen deutlich billiger als die Originale sein.

Wissenschaft und Technik


- 1954 - Die erste erfolgreiche Nierentransplantation am Menschen wird am Brigham Hospital in Boston durchgeführt.

Kultur


- 1833 - Uraufführung der komischen Oper Les Souvenirs de Lafleur von Fromental Halévy an der Opéra-Comique in Paris.
- 1877 - Das Ballett "Schwanensee" von Pjotr Iljitsch Tschaikowski erlebt am Moskauer Bolschoi-Theater seine Uraufführung (nach damals in Russland geltendem julianischem Kalender am 20. Februar)
- 1947 - Uraufführung der Oper Die Flut von Boris Blacher in Dresden.
- 1974 - Uraufführung der TV-Oper La Cubana oder Ein Leben für die Kunst von Hans Werner Henze in New York.

Religion

Katastrophen


- 1966 - Tokio, Japan. Eine Douglas DC-8 der Canadian Pacific verunglückt während des Landeanflugs auf der Landebahn. 64 Menschen sterben, acht werden gerettet.
- 1977 - Ein Erdbeben der Stärke 7,2 in der Gegend von Ploiesti, Rumänien, fordert über 1.500 Todesopfer.

Sport


- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.

Geboren

Leichtathletik
- 1394 - Heinrich der Seefahrer, Prinz von Portugal und Förderer der Seefahrt
- 1600 - Hans Christoph Graf von Königsmarck, schwedischer Feldmarschall im Dreißigjährigen Krieg Hans Christoph Graf von Königsmarck
- 1678 - Antonio Vivaldi, italienischer Komponist
- 1743 - Johann David Wyss, schweizerischer Autor
- 1756 - Henry Raeburn, schottischer Maler
- 1768 - August Friedrich Holtzhausen, deutscher Ingenieur
- 1793 - Karl Konrad Friedrich Wilhelm Lachmann, deutscher Philologe
- 1820 - Friedrich Jakob Dochnahl, deutscher Naturforscher und Pomologe
- 1822 - Jules Antoine Lissajous, französischer Physiker
- 1859 - Alexander Stepanowitsch Popow, russischer Physiker
- 1879 - Bernhard Kellermann, deutscher Autor
- 1879 - Otto Pannenbecker, deutscher Politiker der Zentrumspartei
- 1881 - Richard Chace Tolman, US-amerikanischer Physiker
- 1889 - Hans Dirscherl, deutscher FDP-Politiker und MdB
- 1894 - Gabriele Tergit, deutsche Autorin
- 1894 - Georg Mayerhofer, deutscher Politiker der Bayernpartei
- 1901 - Piotr Perkowski, polnischer Komponist
- 1903 - Karl Hamann, Minister für Handel und Versorgung der DDR
- 1903 - Luis Carrero Blanco, spanischer Politiker und Ministerpräsident
- 1904 - Edgar Jené, Maler und Grafiker, Surrealist
- 1904 - George Gamow, russisch-US-amerikanischer Physiker
- 1904 - Joseph Schmidt, deutsch-österreichischer Kammersänger und Kantor
- 1907 - Heinrich Draeger, deutscher Politiker und MdB
- 1910 - Tancredo Neves, brasilianischer Politiker
- 1913 - John Garfield, US-amerikanischer Schauspieler
- 1916 - Giorgio Bassani, italienischer Schriftsteller
- 1916 - Hans Jürgen Eysenck, deutsch-britischer Psychologe
- 1918 - Margaret du Pont, ehemalige Tennisspielerin
- 1922 - Iring Fetscher, deutscher Politologe
- 1922 - Xenia Stad-de Jong, niederländische Leichtathletin
- 1923 - Patrick Moore, englischer Amateurastronom, Autor und TV-Moderator
- 1924 - Fritz Hofmann, Schweizer Politiker
- 1927 - Dick Savitt, US-Tennisspieler
- 1928 - Alan Sillitoe, englischer Schriftsteller
- 1929 - Bernard Haitink, niederländischer Dirigent
- 1929 - Heinz Kuhrig, Minister der DDR
- 1931 - William Henry Keeler, Erzbischof von Baltimore und Kardinal
- 1932 - Miriam Makeba, südafrikanische Sängerin
- 1932 - Ryszard Kapuściński, polnischer Autor
- 1934 - Mario Davidovsky, argentinischer Komponist
- 1936 - Aribert Reimann, deutscher Komponist
- 1936 - Eric Allandale, britischer Musiker
- 1936 - Jim Clark, schottischer Rennfahrer
- 1934 - Gleb Jakunin, russischer Dissident und Politiker
- 1938 - F.W. Bernstein (Fritz Weigle), deutscher Lyriker, Grafiker und Satiriker
- 1938 - Kito Lorenc, sorbisch-deutscher Lyriker und Schriftsteller
- 1939 - Hans Jürgen Wenzel, deutscher Komponist, Dirigent und Hochschullehrer
- 1939 - Uli Holste, deutscher Jazzmusiker
- 1943 - Lucio Dalla, italienischer Cantautore rockorientierter Musik
- 1944 - Michael Wilson, britischer Musiker
- 1944 - Ulrich Roski, deutscher Liedermacher
- 1945 - Dieter Meier, schweizerischer Künstler
- 1946 - Sergio Fernández Barroso, kubanischer Komponist
- 1946 - Robert Raymond, US-amerikanischer Musiker
- 1946 - Sonny Henning, deutscher Musiker
- 1947 - Jan Garbarek, norwegischer Jazz-Saxophonist
- 1947 - Uschi Brüning, deutsche Jazz-Sängerin
- 1948 - Chris Squire, britischer Musiker
- 1948 - James Ellroy, US-amerikanischer Krimi-Schriftsteller
- 1948 - Shakin' Stevens, britischer Sänger
- 1948 - Thomas Kossendey, deutscher CDU-Politiker und MdB
- 1951 - Chris Rea, britischer Sänger und Songschreiber
- 1951 - Edelgard Bulmahn, deutsche SPD-Politikerin
- 1954 - St. Clair L. Palmer, britischer Sänger
- 1959 - Annette Seemann, deutsche Autorin und Übersetzerin
- 1964 - Emilia Gertrude Eberle, donauschwäbische Kunstturnerin
- 1965 - Paul W.S. Anderson, britischer Filmregisseur
- 1965 - Maximilian Lenz (Westbam), deutscher Diskjockey
- 1968 - Patsy Kensit, englische Schauspielerin und Musikerin
- 1969 - Henrik Rödl, deutscher Basketballspieler
- 1972 - Stephan Michme, Radiomoderator
- 1976 - Christian Weidner, deutscher Jazzmusiker
- 1977 - Ana Guevara, mexikanische Leichtathletin

Gestorben

Ana Guevara
- 1194 - Saladin, kurdischer Sultan von Ägypten und Syrien
- 1484 - Kasimir von Polen, polnischer und litauischer Nationalheiliger
- 1496 - Siegmund (Tirol), Erzherzog von Österreich und Regent von Tirol und Vorderösterreich
- 1589 - Alessandro Farnese, italienischer Kardinal
- 1614 - Gerhard Eobanus Geldenhauer, Magister und evangelischer Theologe
- 1615 - Hans von Aachen, deutscher Maler
- 1631 - Bénédict Turrettini, schweizerischer Theologe
- 1653 - Rudolf von Tiefenbach, kaiserlich-habsburgischer Feldherr
- 1766 - Peter Thumb, Vorarlberger Baumeister des Rokoko
- 1823 - Charles-François Dumouriez, französischer General
- 1831 - Georg Michael Telemann, deutscher Kirchenmusiker und Komponist
- 1832 - Jean-François Champollion, französischer Sprachwissenschaftler Jean-François Champollion
- 1847 - Toussaint von Charpentier, Geologe und Entomologe
- 1852 - Nikolai Wassiljewitsch Gogol, russischer Schriftsteller
- 1853 - Christian Leopold von Buch, deutscher Geologe Christian Leopold von Buch
- 1858 - Matthew Perry (Offizier), US-amerikanischer Seeoffizier
- 1887 - Pierre Jean Beckx, General der Jesuiten
- 1888 - Amos Bronson Alcott, US-amerikanischer Schriftsteller und Pädagoge
- 1914 - Benjamin Dwight Allen, US-amerikanischer Organist und Komponist
- 1916 - Franz Marc, deutscher Maler
- 1921 - Rudolf Pöch, österreichischer Ethnograph, Anthropologe und Forscher
- 1937 - Heinrich Thieslauk, Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime unter Adolf Hitler
- 1940 - Karl Muck, deutscher Dirigent
- 1941 - Ludwig Quidde, deutscher Pazifist und Friedensnobelpreisträger
- 1943 - Ita Wegman, Ärztin, Mitbegründerin der anthroposophischen Medizin
- 1948 - Antonin Artaud, französischer Schauspieler, Dramatiker, Regisseur
- 1948 - Elsa Brändström, schwedische Philanthropin
- 1949 - Johannes Baptista Sproll, Bischof und Gegner des Naziregimes
- 1952 - Charles Scott Sherrington, britischer Physiologe und Nobelpreisträger
- 1956 - Otto Harder, deutscher Fußballspieler
- 1959 - Maxey Long, US-amerikanischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 1963 - William Carlos Williams, US-amerikanischer Schriftsteller und Arzt
- 1966 - Anna Achmatowa, russische Dichterin
- 1967 - Mohammad Mossadegh, Premierminister des Iran
- 1969 - Bernhard Traven Torsvan, deutschsprachiger Schriftsteller
- 1969 - Nicholas Schenck, Filmbranchengründer
- 1970 - Victor Otto Stomps, deutscher Verleger und Schriftsteller
- 1974 - Adolph Gottlieb, US-amerikanischer Maler
- 1976 - Walter Schottky, deutscher Physiker
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